Lodbjerg Fyr & Klitplantage

Leuchtturm und Dünenplantage inmitten des Nationalparks Thy


Lodbjergvej 33
7770 Vestervig
R7F7+95 Vestervig, Dänemark
56° 49′ N | 008° 15′ E
https://de.nationalparkthy.dk/erleben-der-nationalpark/sehenswuerdigkeiten/leuchtturm-lodbjerg-fyr/


Ein weiteres Juwel der Baukunst – so werden es zumindest Menschen sehen, die Leuchttürme ebenso lieben wie ich ?

Lodbjerg Fyr ist etwas weiter nördlich als mein üblicher Radius rund um den Ringkøbing Fjord. Aber dennoch in einem Tag gut mit Hin- und Rückfahrt zu erreichen. Die Fahrt längs der Nordsee – mit kleiner Fährfahrt von Thyborøn nach Agger über den Thyborøn Kanal – ist wunderbarer Teil des Tagesausflugs und lässt auch noch Zeit für weitere Sehenswürdigkeiten.

Ebenso ist die Zielregion den Besuch wert – der Leuchtturm liegt nämlich inmitten des Nationalparks Thy – Natur pur mit Heidegebieten, Wäldern, Seen, Strand, Dünen und der Nordsee. Der Park erstreckt sich längs des Meeres von Agger bis Hanstholm. Der Leuchtturm liegt am Rande der Lodbjerg Klitplantage mit großen Dünenheideflächen und Dünenplantagen. Schon alleine hier gibt es schöne Wanderwege um nach der längeren Anfahrt ein bisschen die Beine zu vertreten. Wanderinfos gibt es auf den Seiten der Naturtsyrelsen: https://naturstyrelsen.dk/publikationer/turfoldere/thy/klitplantagerne-i-sydthy-auf-deutsch/

Nach der Wanderung kann man vor oder nach dem Besteigen der 133 Stufen des Leuchtturms das hyggelige Café besuchen um sich mit Selbstgebackenem und Kaffee zu stärken. Wenn man nicht draußen sitzen kann oder will lädt die Kaffestue in den Räumen des alten Leuchtturmwärters in einem der beiden angeschlossenen Gebäude zum stilvollen Besuch ein. Betrieben wird das Café von Freiwilligen – es hat aber nicht die gleichen Öffnungszeiten wie der Leuchtturm selbst:
Stand Sommer 2020
Leuchtturm 07.00-21.00 ganzjährig
Café 11.00-16.00 Ostern-Oktober

Der 1883 aus schwedischem Granit erbaute und 2018 restaurierte Leuchtturm ist 35 Meter hoch, die Feuerhöhe beträgt 48m über dem Meeresspiegel. Er warnt seit dem 18.November 1884 mit zweimaligen Blinken alle 20 Sekunden [FI (2) W 20 sec] noch immer – es hat sicher viele Schiffe vor dem Sinken bewahrt. Geplant wurde er vom französischen Architekten Henry Lepaule. Während die Gegend beim Erbauen des Leuchtturms noch offen war, ist die Umgebung jetzt bewaldet

Von der Plattform unterhalb der Linse hat man einen fantastischen Rundumblick auf Meer, Dünen, Wälder und Heide. Wieder unten angekommen kann man noch die in den beiden Gebäuden befindlichen Informationen über den Leuchtturm und die Natur der Gegend erfahren.

Hinter dem Ölhaus im Leuchtturm-Garten befindet sich auch noch ein alten Bunker aus dem 2.weltkrieg, der offen und beleuchtet ist. Es gab wohl einen unterirdischen Gang zwischen Leuchtturm und Bunkern, den man vom Leuchtturm wegen des etwas anderen Graswuches noch erahnen kann. Durch den Bau den Ganges geriet wohl auch das Leuchtturmfundament etwas aus der Waage, was man ihm zum Glück nicht ansieht.

Wer gerne im Freien übernachtet findet in der Nähe auch Shelter und einen Zeltmöglichkeiten.

Insgesamt als auf jeden Fall einen Besuch wert!




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